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Anzeichen einer Schwangerschaft: An diesen Botschaften deines Körpers erkennst du eine mögliche Schwangerschaft

07. März 2021|8 Min. Lesezeit

Morgenübelkeit, Müdigkeit, Schwindel, …? Bin ich schwanger? Ok, das ist aufregend! Du wünschst dir ein Baby und bist dir nicht sicher, wie du mögliche Anzeichen erkennst oder hast Angst, dass deine Verhütung versagt hat? Wir verstehen dich und können nachvollziehen, wie du dich gerade mit dieser Ungewissheit fühlst! Hier erfährst du sehr ausführlich, welche Anzeichen und Symptome auf eine Schwangerschaft hinweisen, wie du sie am besten deuten sollst und ab wann erste Anzeichen einer Schwangerschaft überhaupt auftreten. 

Anzeichen einer Schwangerschaft werden in drei verschiedene Kategorien unterteilt: Unsichere Schwangerschaftsanzeichen, wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen und sichere Schwangerschaftsanzeichen.

Verena Beger

Hi, ich bin Verena, als große Schwester habe ich Schwangerschaft und Kleinkindalter hautnah miterleben dürfen. Seit Jahren arbeite ich im Marketing für einen Kinderwagen Hersteller.

Ab wann Schwangerschaftsanzeichen und welche Hormone lösen diese aus?

Du hast schon nach dem Geschlechtsverkehr ein besonderes Gefühl, dass sich vielleicht ein kleines Wunder in dir entwickeln könnte? Physiologisch ist das eigentlich unmöglich, jedoch berichten sehr viele Frauen über dieses Phänomen. Im Normalfall ist hierfür das natürliche Bauchgefühl verantwortlich. Besonders Frauen, die sehr sensibel gegenüber Signalen des eigenen Körpers sind, berichten, dass sie die Schwangerschaft schon wenige Tage nach der Empfängnis bemerkten. Viele Frauen spüren aber auch sehr lange nichts von ihrer Schwangerschaft, zumeist ist dann das Ausbleiben der Periode ein erstes Indiz für dieses wunderbare Gefühl. 


Jede Schwangerschaft ist individuell und so auch die Wahrnehmung einer jeden Frau für die verschiedenen Anzeichen des Körpers. Auch in der frühen Phase einer Schwangerschaft sendet der Körper nämlich tatsächlich schon Signale aus, die darauf hindeuten, dass das kleine Wunder es sich im Bauch so richtig gemütlich macht. Das kommt daher, dass der weibliche Organismus wenige Tage nach der Empfängnis das „System umstellt“. 

Hauptgrund hierfür ist das Schwangerschaftshormon hCG. Die Konzentration dieses Hormons steigt schon am Anfang rasant an und steigt auch kontinuierlich weiter. In den ersten 2 Wochen nach Befruchtung der Eizelle, verdoppelt sich die hCG Konzentration im Blut alle 2 Tage, bis sich nach circa fünf Wochen eine wöchentliche Verdopplung des hCG‐Wertes eingestellt hat. Mit steigendem hCG‐Level kommen auch immer mehr und sicherere Schwangerschaftsanzeichen hinzu. Etwa ab dem siebten Tag nach dem Eisprung treten erste unsichere Anzeichen einer Schwangerschaft auf. 


Ein weiteres wichtiges Hormon, das in bzw. vor der Schwangerschaft eine Rolle spielt, ist das Östrogen. Es sorgt dafür, dass die Gebärmutter bestmöglich auf eine potenzielle Schwangerschaft vorbereitet wird. 


Das Hormon Progesteron ist nicht nur im Falle einer Schwangerschaft in den Eierstöcken, sondern immer. Wenn eine Schwangerschaft eintritt läuft die Produktion dessen aber auf Hochtouren. Es hat zahlreiche Aufgaben, wie bspw. Die Erhöhung des Blutflusses, die Vorbereitung der Milchproduktion in den Brüsten und die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut. 


Das vierte wichtige Hormon in der Schwangerschaft, nennt sich Oxytocin. Im Volksmund wird es auch oft als das Bindungs‐ oder Kuschelhormon genannt, da es bei der Mutter‐Kind‐Bindung nach der Geburt eine große Rolle spielt. Außerdem wirkt es kontraktionsauslösend auf die wehenbereite Gebärmutter vor der Geburt. Es fördert ebenso den Milchtransport zur Brustwarze. Ausgelöst wird die Ausschüttung von Oxytocin durch körperliche Nähe und Zärtlichkeiten. Nach der Schwangerschaft wird Oxytocin vermehrt durch den Saugreiz des Kindes beim Stillen ausgeschüttet. Oxytocin ist wirkt zudem milchfördernd, daher wird bei anfänglichen Stillschwierigkeiten oft kuscheln, kuscheln und nochmal kuscheln empfohlen. 
 

Unser BabyQ‐Tipp für dich:

Mache dich nicht verrückt! Ok, offen gestanden wissen wir, dass das nicht immer wirklich leicht umsetzbar ist, aber versuche ganz genau auf deinen Körper zu hören und herauszufinden, welche Anzeichen du wirklich spürst und welche eventuell auf eine andere Ursache zurückzuführen sind.

Unsichere Schwangerschaftsanzeichen: was ist das?

Unsichere Anzeichen einer Schwangerschaft treten schon in den ersten Wochen nach Befruchtung der Eizelle auf. Das wohl häufigste Symptom einer Frühschwangerschaft sind Morgenübelkeit und Erbrechen. In dieser spannenden und aufregenden Zeit, kann Übelkeit oft belastend sein, vor allem in den ersten Monaten, in denen die Schwangerschaft üblicherweise noch sehr geheim gehalten wird, ist es oft schwierig, sich nichts anmerken zu lassen. 


Aber nicht verzagen – BabyQ fragen! Denn wir haben natürlich auch hier nützliche Tipps, die dir gegen dieses nervige Gefühl im Magen helfen sollen, damit du entspannt durch die wohl aufregendste Zeit kommst: 

  • Vor dem Schlafengehen einen Joghurt essen bzw. ein Milchgetränk trinken
  • Vor dem Aufstehen einen kleinen Snack essen (Zwieback, Kekse, Knäckebrot etc.)
  • Trockene Haferflocken kauen (bindet die Magensäure)
  • Ingwertee trinken oder Ingwerbonbons lutschen
  • Lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen als ein bis zwei große
  • Fette und stark gewürzte Gerichte vermeiden

Ein weiteres Anzeichen ist die ständige Müdigkeit, die besonders im ersten Trimester auftritt und danach meistens verschwindet. Der Grund hierfür ist das stark produzierte Progesteron, welches den Körper eigentlich beruhigt und in diesem hohen Maße für Müdigkeit sorgt. Es ist wichtig, dass du dir die Ruhe gönnst, die dein Körper braucht, denn gerade in den ersten Monaten leistet er Höchstarbeit, indem er die Plazenta produziert, mehr Blut bildet und evtl. durch die Übelkeit zusätzlich geschwächt ist. Dein Blutdruck könnte durch die viele Ruhe dann stark absinken. Um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, hilft es, Wechselduschen durchzuführen, um die Durchblutung anzuregen. 

 

Auch ein Spannungsgefühl in den Brüsten, sowie ein Brustwachstum kann hierbei beobachtet werden. Oft ist schon die kleinste Berührung der Brust schmerzhaft. Dieses Symptom ist hormonell bedingt und wird durch die Hormone Östrogen und Progesteron ausgelöst. Aber mach dir keine Sorgen, denn diese Anzeichen verschwinden meist ca. nach dem dritten Monat wieder wie von selbst!

 

Ziehen im Unterleib? Ja, auch das ist manchmal leider sehr unangenehm in der ersten Zeit. Und auch hier keine Panik: diese Schmerzen müssen nicht unbedingt etwas Schlimmes bedeuten. Oft sind es Dehnungsschmerzen, die entstehen, wenn Kind und Gebärmutter wachsen und somit umliegende Bänder, Venen und Muskeln gelockert werden. 

BabyQ empfiehlt: Ganz viel Ruhe! Nimm dir eine Wärmflasche und mach es dir gemütlich oder nimm ein Bad. (Vorsicht: Weder das Bad noch die Wärmflasche sollten zu warm sein, das kann frühzeitige Wehen auslösen. Kleiner Tipp zur Wärmflasche, nie direkt auf die Haut legen, am besten legst du ein Pullover oder eine Decke dazwischen.)

Zu den unsicheren Schwangerschaftsanzeichen gehören folgende Symptome

  • Morgenübelkeit und Erbrechen
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Völlegefühl
  • Flauer Magen
  • Blähungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Häufiger Harndrang
  • Vermehrter Scheidenausfluss
  • Ziehende Unterleibsschmerzen
  • Wachstumsschub der Haare und Nägel

 

All diese Anzeichen könnten Hinweise auf eine Schwangerschaft sein, müssen es aber nicht zwangsläufig. Viele davon können unter Umständen auch durch das prämenstruelle Syndrom ausgelöst werden. Auch Stress, psychische Belastung oder ein beginnender Infekt können diese Symptome auslösen. Deshalb ist es wichtig, diese zu beobachten und gegebenenfalls einen Arzt zur Klärung der Ursachen aufsuchen.

Wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen: was ist das?

Wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen haben eine deutliche höhere Bedeutung als die unsicheren Anzeichen einer Schwangerschaft. Hier handelt es sich eher um schwangerschaftsspezifische Merkmale einer Schwangerschaft, denen kaum andere Ursachen zugeschrieben werden können. 

Eines der ersten wahrscheinlichen Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode. Bei einem sonst sehr regelmäßigen Zyklus kann dies tatsächlich ein Indiz auf eine Schwangerschaft sein. Aber Vorsicht: Hinter diesem Zeichen können unter Umständen auch andere Ursachen, wie beispielsweise Stress, Hormonschwankungen oder bestimmte Krankheiten stecken.

Eine erste Gewissheit bringt dann ein positiver Schwangerschaftstest. In der Regel wird der Schwangerschaftstest nach Ausbleiben der Periode durchgeführt. Hierbei wird die Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG in deinem Körper gemessen. Falls du jedoch schon früher Gewissheit haben möchtest, kannst du dich bei deinem Frauenarzt auch schon vor dem Ausbleiben deiner Periode mittels eines Bluttests auf eine mögliche Schwangerschaft testen lassen. Mehr Infos zum Schwangerschaftstest findest du in unserem Blogartikel „Positiver Schwangerschaftstest“.

Sichere Schwangerschaftsanzeichen: was ist das?

Alle oben genannten unsicheren und wahrscheinlichen Schwangerschaftsanzeichen treffen auf dich zu? Deine Periode ist ausgeblieben und du hast vor kurzen einen positiven Schwangerschaftstest in deinen Händen gehalten? Glückwunsch! Wenn du dir sehnlichst ein Baby wünschst, dann kannst du dir jetzt sicher sein: In deinem Bauch wächst ein kleines Wunder heran!

Nach dem positiven Schwangerschaftstest wartet etwas sehr Aufregendes auf dich. Der Frauenarztbesuch, der deine Schwangerschaft bestätigt und bei dem du in der Regel das erste Ultraschallbild deines kleinen Babys erhältst. Je nachdem wann du von deiner Schwangerschaft erfahren hast, wirst du den Herzschlag hören und den kleinen Embryo in der Fruchthöhle sehen. Wenn du mehr zu dem ersten Frauenarztbesuch erfahren möchtest, lese gerne in unserem Blogbeitrag „Positiver Schwangerschaftstest" dazu weiter. Nun realisieren viele Frauen erst so richtig, dass in ihnen ein neues Leben entstanden ist. 

Unser BabyQ‐Tipp für dich:

Wir wissen, eine Schwangerschaft ist oft sehr nervenaufreibend und anstrengend, aber hab keine Angst, denn genauso wunderschön kann es auch sein, zu merken, dass man ein kleines neues Leben erschaffen hat, zu dem man schon in den Monaten der Schwangerschaft eine einzigartige Bindung aufbaut. Also genieße diese Zeit! 

Lies dir gerne auch noch weitere Blogartikel von BabyQ zum Thema Schwangerschaft und allem drum herum durch. Unser Ziel ist es, dich bestmöglich auf deinem Weg bis hin zur Geburt und darüber hinaus zu begleiten und dich mit tollen Tipps auszustatten!

Dein BabyQ‐Team

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